Autoglas

autoglas_2 Wirklich wahr nimmt man es erst dann, wenn es beschlagen ist oder kaputt geht. Vorher ist Autoglas vor allem eins: durchsichtig.

Der Allrounder sorgt aber nicht nur für einen guten Durchblick, sondern schützt den Fahrer auch vor schlechtem Wetter, bei Unfällen oder sorgt für eine stabile Karosserie.

Was genau hinter dem vielschichtigen Alleskönner Autoglas steckt, das haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

 

 

Autoglas – eine kurze Geschichte


Oldtimer 1

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind Autos erst einmal ohne Glas gefahren.

In den Anfängen der Automobilindustrie war es zunächst wichtig, dass der Wagen rollt. Schutzbrillen halfen während der Fahrt gegen Fliegen und Wind, bei schlechtem Wetter musste das Auto aber stehen bleiben.

Im Laufe der folgenden Jahre entwickelte sich dann die Idee, Fahrer und Fahrgäste durch Glasscheiben zu schützen.

Ende der 1920er Jahre war dann bereits ein Großteil aller Autos mit Windschutz- und Seitenscheiben ausgestattet.

Anfangs wurde das Autoglas noch mundgeblasen, was bei einem Unfall ein hohes Sicherheitsrisiko darstellte, da das zersplitterte Glas mit den scharfen Kanten größere Verletzungen verursachen konnte.

Einscheibensicherheitsglas

Mit der Erfindung des Einscheibensicherheitsglases (kurz: ESG) wurde die Autofahrt sicherer.

ESG zerspringt bei einem Unfall in viele kleine Teile. Scharf sind die Glasteilchen zwar immer noch, durch die winzige Größe können jedoch keine großen Verletzungen mehr entstehen. Heute wird ESG meist noch bei Seiten- oder Heckscheiben verwendet.

Verbundsicherheitsglas

Heute bestehen in der Regel alle Windschutzscheiben aus dem sogenannten Verbundsicherheitsglas (kurz: VSG).

Das VSG besteht aus zwei einzelnen Scheiben, die in der Mitte durch eine reißfeste Folie verbunden sind. Kommt es zu einem Unfall, bleiben die Glassplitter an der Folie kleben und das Verletzungsrisiko ist nur noch gering.

Info

VSG wird umgangssprachlich auch als Panzerglas bezeichnet. Je dicker die Kombination aus Folie und Glas ist, umso widerstandsfähiger ist die Scheibe.
Laut §40 der Straßenverkehrsordnung ist Sicherheitsglas in Fahrzeugen Pflicht:
(1) Sämtliche Scheiben – ausgenommen Spiegel sowie Abdeckscheiben von lichttechnischen Einrichtungen und Instrumenten – müssen aus Sicherheitsglas bestehen. Als Sicherheitsglas gilt Glas oder ein glasähnlicher Stoff, deren Bruchstücke keine ernstlichen Verletzungen verursachen können. Scheiben aus Sicherheitsglas, die für die Sicht des Fahrzeugführers von Bedeutung sind, müssen klar, lichtdurchlässig und verzerrungsfrei sein.

Neben den verschiedenen Glasarten hat sich im Laufe der Jahrzehnte auch die Form des Autoglases verändert.

Zu Anfang wurden noch gerade, oft sehr kurze Scheiben zum Schutz des Fahrers eingebaut.

Mitte der 1950er Jahre wurden die ersten gebogenen Glasscheiben verbaut. Heute sind besonders die Frontscheibe und ihre Form ein wichtiges Designmerkmal bei Autos.

 

Die Funktionen der Windschutzscheibe


Mittlerweile sind Windschutzscheiben nicht mehr nur einfache Scheiben zum Schutz vor Wetter und Insekten.

Die Windschutzscheibe erhöht durch ihre Form und Verklebung zum Beispiel die Torsions- und Versteifungsfestigkeit der Karosserie.

Das bedeutet: bei einem Unfall trägt sie mit dazu bei, dass sich die Karosserie nicht zu stark verformt.

Manche Frontscheiben sind mit zahlreichen, zusätzlichen Funktionen ausgestattet. Bei einem Austausch oder einer Reparatur der Scheibe müssen diese daher ebenfalls berücksichtigt werden:

  • wasserabweisende Beschichtung
  • eingebaute Antenne für das Radio
  • beheizt
  • zusätzliche Sensoren: z.B. Regensensor
  • eingebaute Kamera (z.B. Einparkhilfe)
  • mit Tönungsfolie versehen
  • mit Head-up Display: Navigationsdaten und Fahrerinformationen werden auf die Windschutzscheibe projiziert

 

Autoscheibe reinigen: Tipps für saubere Scheiben


scheiben_putzen

Vor allem bei der Windschutzscheibe sollte jederzeit für klare Sicht gesorgt sein.

Ist die Frontscheibe schmutzig oder nicht streifenfrei gereinigt, kann das schnell zu störenden Reflexionen von entgegenkommenden Autos führen.

Bei starker Verschmutzung gelingt das Putzen am besten, wenn die Scheibe vorab mit lauwarmen Wasser abgewaschen wird. Das lässt kleine Schmutzpartikel verschwinden.



Anschließend mit etwas Glasreiniger und einem fusselfreien Tuch nacharbeiten – dann geht es auch lästigen Streifen an den Kragen.

Am besten eignen sich dazu Microfasertücher oder Wildlederlappen. Im Fachhandel gibt es auch spezielle Reinigungstücher für die Windschutzscheibe.

Das Reinigen der Scheiben mit Glasreiniger hilft außerdem, wenn die Scheiben schnell beschlagen.

Ursache dafür ist zumeist allerdings ein feuchter Innenraum. Beschlagen die Scheiben häufig und stark, können ein Entfeuchter oder ein Säckchen mit Salz im Auto Abhilfe schaffen.

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