Marderschaden: Was tun?

Früher oder später wird jeder Autobesitzer von ihm heimgesucht: Treibt der Marder des Nachts auf dem Hof oder in den Straßen sein Unwesen, so kommen ihm die Wärme und der Schutz des Wagens sowie des Motorraums sehr gelegen.

Hier platziert er zuweilen auch sein Futter, um es vor möglichen Kontrahenten zu sichern. Allerdings kennt das Raubtier beim Fressen keine Manieren – schnell werden somit Kabel und Schläuche angeknabbert.

Wer reguliert nun aber diese finanziellen Einbußen?

Marder sind eigentlich recht drollige Tiere. Doch mit ihren spitzen Zähnen und den scharfen Krallen können sie erhebliche Schäden anrichten.

Nicht selten ist dabei das unter freiem Himmel abgestellte Auto betroffen. Selbst in die Garage kann der pelzige Räuber eindringen. Interessant dabei ist es, dass lediglich der Steinmarder gerne einmal anknabbert, was er finden kann. Andere Unterarten der Gattung neigen dagegen selten einmal zu Bissen.

Dennoch empfehlen sich diverse Schutzmaßnahmen. Sie sollten darauf abzielen, das Tier gar nicht erst in die Nähe des Autos gelangen zu lassen. Kann das Ziel einmal nicht erreicht werden oder kommt es sogar zu Defekten, so liegt ein Versicherungsfall vor. Denn regelmäßig wird der Marderschaden Kosten in erheblichem Umfang hervorrufen.

 


5 grundliegende Informationen über Marderschäden


1. Warum frisst der Marder die Kabel an?

Der Marder gilt als kluges Tier, das jedoch eine relativ geringe Hemmschwelle besitzt. Fühlt er sich in seinem Revier durch einen Eindringling bedroht, so kann er zu aggressiven Attacken übergehen.

Diese richten sich indes nicht alleine gegen den Konkurrenten. Schnell wird in der allgemeinen Hektik auch das nahe Umfeld angebissen. Kabel, Scheibenwischer und ähnlich leicht zerstörbare Gegenstände sind da natürlich willkommen. Pendelt das Auto und wird es an beiden Orten von Mardern heimgesucht, so entsteht zudem ein Territorialverhalten untereinander, bei dem nicht selten alles angefressen wird, was sich nur im Motorraum finden lässt.

Ebenso mag es der Räuber, dem für ihn fremden Gerüchen des Öls, der Reifen oder ähnlicher Besonderheiten zu folgen. Durch das Anknabbern testet er, ob es sich dabei um etwas Genießbares handelt. Üblicherweise greift in solchen Fällen die Marderschaden Versicherung, um zumindest die direkte Einwirkung finanziell zu beheben. Nachgedacht werden sollte aber auch über eine Ummantelung sämtlicher Kabel, Schläuche und Leitungen mit robustem Kunststoff.

2. Wie viele Marderschäden gibt es in Deutschland?

Alleine deutschlandweit richtet das hundeartige Raubtier erhebliches Unheil an. Da sich der Marder an die Nähe zum Menschen gewöhnt hat sowie hier Schutz und Nahrung findet, hält er sich in den Städten auf. Rund 230.000 Bissschäden wurden dort im Jahre 2011 gemeldet. Jedoch handelt es sich dabei lediglich um solche Fälle, bei denen das Auto teilkaskoversichert war. Nicht genannt ist dagegen die Dunkelziffer jener Betroffener, die über einen derartigen Schutz nicht verfügen.

Somit dürfte der Marderschaden Kosten verursachen, die jährlich das Volumen mehrerer Millionen Euro erreichen. Mag für den Einzelnen auch meist nur mit defekten Kabeln oder Kratzern im Lack zu rechnen sein, so lohnt es sich also dennoch, über eine Marderschaden Versicherung nachzudenken, die alle Risiken abdeckt. Nistet sich der Räuber dann tatsächlich einmal im Motor ein, sind wenigstens die finanziellen Bedenken schnell beseitigt.

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Marderbisse pro Jahr

3. Wie erkennt man einen Marderschaden?

Im Vergleich zu Katzen, Ratten, Frettchen oder anderen kleineren Arten ist der Biss des Marders schnell zu bemerken. Das liegt vor allem daran, dass die weiteren genannten Tiere im Regelfall keine Kabel oder Scheibenwischer anknabbern, wenn sie die Wärme der Garage oder des Motorraums suchen. Zudem sind die Spuren auf dem Lack sehr typisch, die der Marder hinterlässt.

Hinweis: Die Pfoten erweisen sich kleiner als jene der Katze, wirken rundlicher als bei Ratten oder Mäusen und besitzen zudem charakteristisch spitze Krallen.

Sollte die Identifikation nicht gelingen, so verfügen viele Werkstätten über die technische Ausrüstung, um mit umfangreichen Tests die einzelnen Funktionen des Wagens zu überprüfen und etwaige Fehler zu finden. Damit beim Marderschaden Teilkasko und andere Versicherungen aufkommen, müssen derartige Schäden, Spuren oder sogar Hinterlassenschaften dokumentiert werden. Beschreibungen in Wort und Bild führen meist zu einer schnellen Regulierung der Mängel.

 

4. Wie kann man einem Marderschaden vorbeugen?

Damit die Marderschaden Versicherung greifen kann, ist es mitunter erforderlich, dass der Wagenbesitzer seinerseits alles Erforderliche unternimmt, um den lästigen Räuber vom Auto fernzuhalten.

Durchgesetzt haben sich dabei verschiedene Möglichkeiten:

  • Gitternetze unter dem Motorraum
  • fremden Gerüchen, zum Beispiel durch Fellstücken von Hunden
  • der Einsatz von Krach und Musik jedweder Art. Gerne kann es sich dabei um ein laufendes Radio handeln.

Sollten sich die genannten Mittel aber abnutzen, weil sie vom Marder schnell als ungefährlich eingestuft werden, so hilft doch stets die Katze. Sie bewacht das Anwesen und wird auf ihren nächtlichen Touren auch den hundeartigen Neuankömmling aus dem Revier jagen.

Hinweis: Lediglich in extremen Fällen empfiehlt sich dagegen die Verwendung von Hochspannungsgeräten oder Ultraschallsensoren. Bei ihnen wäre für den einmaligen Einsatz die Kostenfrage zu ineffektiv.

5. Wieso gibt es am Auto einen Marderschaden, obwohl Frettchen als Haustiere keine Kabel anfressen?

Frettchen gehören ja zu der Familie der Marder. Im Gegensatz zum Marder, der als Einzelgänger lebt, werden Frettchen gerade als Haustier stets einen zweiten Gefährten erfordern, um glücklich zu sein. Das Revierdenken, das der Marder als überlebenswichtig ansieht, kennen sie daher nicht.

Daraus folgt, dass das Frettchen im Haus gerne alle Räume und Ecken betreten kann, ein Biss an den Kabeln, Teppichen oder Vorhängen aber so gut wie nie zu beobachten sein wird. Zudem erhält das Frettchen durch seine Besitzer genügend Futter und muss sich gar nicht erst auf die Suche nach Nahrung begeben.

Ist es also ratsam, für das Auto gegen Marderschaden Teilkasko oder andere Versicherungspolicen abgeschlossen zu haben, so kann das Zusammenleben mit dem Frettchen auch ohne derartige Schutzmaßnahmen genossen werden.

 

5 Dinge, die Sie bei einem Marderschaden berücksichtigen müssen


Wie teuer kann ein Marderschaden werden?

Der Biss, den die kleinen Räuber am Auto hinterlassen, hat sich längst zu einem wirtschaftlichen Faktor für viele Bürger entwickelt. Der durchschnittlich verursachte Schaden bundesweit liegt bei etwa 150 bis 200 Euro, die etwa für ein defektes Kabel oder kaputte Schläuche investiert werden müssen.

Durchschnittliche Kosten

Die durschnittlich verursachten Kosten bei Marderbissen liegen bundesweit bei etwa 150 bis 200 Euro

Teurer wird es erst, wenn auch der Lack des Wagens beschädigt ist oder umfangreiche Reparaturen im Motorraum sowie an der Elektronik des Gefährts vorgenommen werden müssen. Mängel an der Zündung, ein lädierter Katalysator, die undichten Kühlmittelschläuche oder sogar erhebliche Motorschäden dürften die Ausgaben ebenso ansteigen lassen.

Hier wäre zu schauen, ob neben der Reparatur und dem Austausch aller zerstörten Einzelteile nicht auch der Fehlercode des Wagens zurückgesetzt werden müsste. Darüber hinaus sollte eine Funktionsanalyse mit dem Systemtester erfolgen, um weitere nicht erkannte Mängel zu orten.

Wichtig:
Ein verursachter Mehrschaden kann unter Umständen Kosten verursachen, die sich in extremen Fällen im Bereich mehrerer eintausend Euro bewegen.

Wer bezahlt dann den Arbeitsausfall?

Jeder Autobesitzer sollte gegen den Marderschaden teilkasko oder anderweitig versichert sein. Damit werden zumindest die direkten Schäden beglichen, die beispielsweise in den zu erneuernden Kabeln gesehen werden.
Nicht umfasst sind aber die sogenannten Folgeschäden. Sie treten erst dadurch ein, dass der Marder ein Zubehör des Wagens lädiert hat, wodurch kausal ein anderer Schaden ausgelöst wird. Dazu zählt der Arbeitsausfall, mit dem immer dann zu rechnen ist, wenn das Auto nicht für den Weg zur Arbeit genutzt werden kann. Allerdings haftet der KFZ-Besitzer in diesem Falle selbst.

Etwas anderes ergibt sich erst, wenn die direkten Schäden für einige Tage die Unterbringung des Wagens in der Werkstatt erfordern – dann könnte ein Arbeitsausfall in den extremen Situationen durch die Versicherung übernommen werden. Derartige Fälle liegen aber erst dann vor, wenn ein Zugang zum Betrieb mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht gegeben ist.

Was hat die Fahrzeuggarantie mit Deinem Marderschaden zu tun?

Bei zerbissenen Kabeln und ähnlichem Zubehör ist nicht alleine die Marderschaden Versicherung betroffen. Stets stellt sich auch die Frage nach der Garantie des Fahrzeugs.

Faustregel: Liegt am Wagen ein Garantiefall vor, so muss dieser einem Vertragshändler vorgestellt werden – handelt es sich dagegen nicht um einen Garantiefall, kann die Reparatur ebenso in einer freien Werkstatt erfolgen.

Tierschäden, zu denen auch der Marderbiss zählt, werden regelmäßig nicht als Bestandteil der Garantie angesehen, da diese Gewährleistung vom Werk lediglich für alle Maßnahmen ausgestellt wird, die für den Bau des Autos vorgenommen wurden. Natürlich kann das vom Raubtier angefressene Kabel nicht dazugehören. Ein Marderbiss beeinträchtigt die Garantie somit weder im Umfang noch in der Befristung.

Wie sieht es mit Folgeschäden aus?

Der Verbiss durch Tiere am Wagen kann teuer werden. Die Versicherung reguliert indes zumindest den finanziellen Schaden. Das jedoch lediglich dann, wenn der Marderschaden teilkasko oder anderweitig versichert ist.

Damit werden die direkten Defekte beglichen. Der Wagenbesitzer kann indes nicht auf einen Ausgleich für die Folgeschäden hoffen. Der Arbeitsausfall, der durch ein kaputtes Kabel verursachte Personen- oder Sachschaden im Straßenverkehr sowie die dadurch entstehende Wertminderung des Fahrzeugs werden üblicherweise nicht reguliert.

Tipp:
Das Risiko für derartige Fälle lässt sich deutlich senken, indem der Wagen möglichst regelmäßig auf Bissspuren und bereits vorhandene Mängel untersucht wird.

Je nach Situation empfiehlt es sich zudem, das Gespräch mit dem Versicherer zu suchen und um eine Begleichung der Marderschaden Kosten auch bei Folgeschäden zu bitten.

Mein Auto war bei Freunden geparkt und hat jetzt einen Marderschaden. Wer haftet?

Wer seinen Wagen bei Dritten unterstellt – seien es Freunde, die Werkstatt oder Parkhäuser – und beim Abholen einen Tierbiss entdeckt, sollte diesen Versicherungsfall melden.

Die Haftbarkeit unterliegt dabei jener Partei, in deren Obhut sich das Auto befunden hat. Der Fahrzeugbesitzer kann den Schaden daher über die dritte Person oder Einrichtung geltend machen, sofern diese eine Marderschaden Versicherung besitzt. Liegt das Erfordernis nicht vor, kann immer noch im Zuge einer allgemeinen gesetzlichen Haftung eine Regulierung der Kosten angestrebt werden.

Dennoch zeigen gerade solche Fälle, dass jeder Besitzer eines Gefährts gut beraten ist, wenn er frühzeitig gegen den Marderbiss teilkasko oder ähnlich versichert ist und damit bei jeder Art der Beschädigung durch das kleine Raubtier auf der sicheren Seite steht.


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