Autoreifen

Autoreifen haben ständigen Kontakt mit der Straße, müssen bei Wind und Wetter den Halt behalten, Schlaglöchern trotzen und ab und zu auch mal über Bordsteinkanten fahren. Ein kaputter Autoreifen ist deshalb nicht nur sehr ärgerlich, sondern kann auch zu einer richtigen Gefahr werden! Meist tritt eine Reifenpanne aber unerwartet auf, weil man kleine Risse oder gar Löcher gar nicht sofort bemerkt.

Damit könnte in der Zukunft aber Schluss sein. Findige Wissenschaftler haben eine Technologie entwickelt, die einmal zu “sich selbst heilenden” Autoreifen führen könnte.

Bisher werden Autoreifen nach einem 1839 erfundenen Prinzip hergestellt: Kautschuk wird mit schwefelspendenden Stoffen erhitzt. Kautschukmoleküle werden so mit Schwefelbrücken vernetzt und es entsteht die gewohnte Robustheit der uns bekannten Autoreifen. Gehen diese Verbindungen allerdings kaputt, bleiben sie kaputt. Ein kleiner Riss beispielsweise kann sich so immer weiter ausbreiten und im schlimmsten Fall den Reifen bei voller Fahrt zum Platzen bringen. Bei dem von den Forschern entdeckten Herstellungsverfahren wird jetzt anstatt Schwefel allerdings eine Mischung aus Kohlenstoff und Stickstoff hinzugegeben. Labortests zufolge sei dieses Gemisch tatsächlich in der Lage, Löcher und Risse selbstständig zu verschließen. Die Reifen heilten sich im wahrsten Sinne des Wortes selbst.

Noch ist das alles natürlich Zukunftsmusik. Auch könnten wir bei einem eventuellen Platten nicht sofort weiter fahren, denn auch wenn sich das Material der Reifen selbst repariert, geschieht das nicht binnen weniger Sekunden. Das Material braucht eine gewisse Ruhezeit, je nach Größe des Schadens.

Lassen wir also noch etwas Zeit vergehen. Eines Tages gibt es vielleicht sogar Autoreifen, die so elastisch und belastbar sind, dass sie gar nicht erst kaputt gehen.